Wer ein Podcast-Konzept entwickeln will, braucht fünf Festlegungen: Zielgruppe, Versprechen, Format, Rhythmus und Aufwand. Steht das auf einer Seite, lässt sich die erste Folge in einer Woche aufnehmen.
Ein Podcast-Konzept zu entwickeln heißt, fünf Fragen schriftlich zu beantworten, bevor das erste Mikrofon eingesteckt wird. Ein Podcast-Konzept für ein Unternehmen hält bei Daniel Friesenecker fünf Festlegungen auf einer Seite fest: Zielgruppe, Versprechen, Format, Rhythmus und Aufwand. Die Tabelle zeigt anhand eines erfundenen Beispiels, wie konkret jede Zeile formuliert sein sollte.
| Baustein | Die Frage | Beispiel |
|---|---|---|
| Zielgruppe | Wer soll zuhören? | Einkaufsleiter in der Industrie |
| Versprechen | Was haben die Hörer nach 20 Minuten? | Eine Entscheidungshilfe, die sie bei Lieferantengesprächen nutzen können |
| Format | Solo, Interview oder Gespräch? | Interview mit einem Kunden, 20 Minuten |
| Rhythmus | Wie oft, wie lange durchhaltbar? | Alle zwei Wochen, zwölf Folgen als erste Staffel |
| Aufwand | Wer macht was, wie viel Zeit? | Zwei Stunden pro Folge für Vorbereitung und Aufnahme, Schnitt extern |
Die Tabelle sagt, was festgelegt sein muss. Die Schritte sagen, wie du dahin kommst. Geh sie in dieser Reihenfolge durch, dann liegt am Ende eine Seite auf dem Tisch.
Nicht „Einkauf in der Industrie“, sondern: Wer genau ist das, und was beschäftigt sie am Montagmorgen? Frag drei Kunden, welche Frage sie zuletzt gegoogelt haben.
Solo, Interview oder Gespräch? Wer nicht gern allein spricht, interviewt. Wer Fachwissen erklären will, braucht eine Moderation, die nachfragt.
Sammle zwanzig Fragen deiner Kundschaft. Ordne sie in drei bis vier Themenfelder. Was in kein Feld passt, fliegt raus.
Wie viele Stunden hat das Team pro Woche wirklich? Danach entscheidest du: zweiwöchentlich oder monatlich, in Staffeln mit festem Ende.
Was wäre nach der ersten Staffel ein Erfolg? Drei Kriterien, die ihr zählen könnt: die Staffel ist fertig, Kunden erwähnen Folgen im Gespräch, Anfragen beziehen sich auf den Podcast. Eine Download-Wunschzahl gehört nicht dazu.
Erfundenes Beispiel. Das Unternehmen, der Podcast und alle Angaben sind frei erfunden und dienen nur der Veranschaulichung.
| Baustein | Beispielkonzept: Haustechnik-Betrieb in Oberösterreich (erfunden) |
|---|---|
| Name | „Warm genug?“ Der Podcast für alle, die eine Heizung ersetzen müssen |
| Zielgruppe | Hausverwaltungen und private Bauherren, die vor einer Heizungsentscheidung stehen |
| Versprechen | Nach 15 Minuten weißt du, welche Entscheidung jetzt dran ist und welche warten kann |
| Format | Interview: eine Moderatorin im Gespräch mit einem Monteur oder Planer des Betriebs |
| Themen | Heizungstausch, Wartung, Kosten verstehen, typische Fehler beim Angebotsvergleich |
| Rhythmus | Alle zwei Wochen, zwölf Folgen als erste Staffel, danach Pause und Auswertung |
| Aufwand | Zwei Stunden pro Folge: eine für Vorbereitung, eine für Aufnahme. Schnitt extern |
| Erfolgskriterien | Staffel zu Ende gebracht. Kunden erwähnen Folgen im Beratungsgespräch. Anfragen von Hausverwaltungen nennen den Podcast als Anlass |
„Alles rund um unsere Branche“ ist kein Thema. Ein Podcast braucht eine Zielgruppe, die sich angesprochen fühlt.
Wer nur über sich spricht, bekommt nur Kollegen als Hörer. Erzähl, was deine Kunden wissen wollen.
Wöchentlich klingt gut, bis Folge vier. Lieber alle zwei Wochen und dafür zwölf Folgen durchziehen.
Ein Podcast-Konzept für ein Unternehmen wird vor der ersten Aufnahme in drei Schritten vorbereitet: Konzept auf einer Seite festhalten, drei Folgen mit Themen, Gästen und Fragen vorplanen und eine unveröffentlichte Probefolge aufnehmen. So lässt sich das Format prüfen, bevor die erste Folge erscheint.
Die fünf Zeilen. Wenn du sie nicht in zehn Minuten füllen kannst, fehlt noch Klarheit.
Themen, Gäste, Fragen. So entsteht Rhythmus, bevor der Alltag dazwischenkommt.
Ohne Veröffentlichung. Sie zeigt, was im Format nicht funktioniert.
Vor den fünf Zeilen steht die Frage, wofür der Podcast da ist. Das Ziel entscheidet, wen du ansprichst und in welchem Format.
Der Podcast zeigt, wie du denkst und arbeitest, bevor jemand anfragt.
Du erklärst Fragen aus deinem Fachgebiet und wirst als Ansprechpartner wahrgenommen.
Der Podcast richtet sich nach innen, mit eigenen Themen und einem eigenen Ton.
Neben den Folgen braucht ein Podcast ein paar Dinge, bevor er veröffentlicht wird. Der Feed ist die Grundlage für alles Weitere.
Der Name sagt, worum es geht. Die Kurzbeschreibung nennt Zielgruppe und Versprechen in ein bis zwei Sätzen.
Ein Cover, das auch klein erkennbar bleibt, und ein kurzes Intro und Outro geben der Serie ein Gesicht.
Ein Podcast-Hoster liefert den Feed. Über ihn reichst du den Podcast bei Plattformen wie Spotify, Apple Podcasts und Deezer ein.
Welche Angaben für einen Unternehmenspodcast in Österreich verpflichtend sind, hängt vom Medium und vom Einzelfall ab. Das ist keine Rechtsberatung. Eine Orientierung zur Offenlegung nach dem Mediengesetz bietet das Unternehmensserviceportal des Bundes.
„Hörbar Echt!“ zeigt Schritt für Schritt, wie du mit einem eigenen Podcast Menschen bewegst und Kunden gewinnst.
Ein Podcast-Konzept entsteht durch fünf Festlegungen: Zielgruppe, Versprechen an die Hörer, Format, Rhythmus und Aufwand. Diese fünf Punkte passen auf eine Seite.
Fünf Schritte: die Zielgruppe als reale Person beschreiben, ein Format wählen, Themen sammeln und sortieren, den Rhythmus rückwärts aus der verfügbaren Zeit berechnen und Erfolgskriterien vorab festlegen. Danach folgt eine Probefolge ohne Veröffentlichung.
So oft, wie das Team es durchhält. Ein zweiwöchentlicher Rhythmus mit einer ersten Staffel von etwa zwölf Folgen ist für viele Unternehmen realistischer als ein wöchentlicher.
An Kriterien, die du vorher festlegst und selbst zählen kannst: Ist die Staffel abgeschlossen, erwähnen Kunden Folgen im Gespräch, beziehen sich Anfragen auf den Podcast. Reine Download-Zahlen sagen wenig über die Zielgruppe.
Meist an einem zu breiten Thema, zu viel Fokus auf die eigene Firma und einem Rhythmus, der nicht durchhaltbar ist.
Schick mir die fünf Zeilen. Ich sag dir, was trägt und was nicht.
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