Unternehmenspodcast strategisch planen

Ein Podcast für alle ist ein Podcast für niemanden. Außer du planst ihn so.

Ein Unternehmenspodcast kann Kunden und Mitarbeitende erreichen, wenn eine der beiden Gruppen die Hauptzielgruppe ist und die andere bewusst mithört. Entscheidend sind drei Dinge: wer zuerst zählt, welche Inhalte nach außen dürfen und ob ein gemeinsamer Feed reicht oder zwei getrennte Formate besser sind.

Die Grundentscheidung

Ein Feed oder zwei?

Bevor du Themen sammelst, klärst du die Struktur. Diese Tabelle hilft bei der Entscheidung.

VariantePasst, wennRisiko
Ein öffentlicher Feed, Kunden zuerstMitarbeitende sollen verstehen, wie das Unternehmen nach außen sprichtInterne Themen haben keinen Platz
Ein öffentlicher Feed, Mitarbeitende zuerstEmployer Branding ist das Hauptziel und Kunden sollen die Kultur spürenKunden finden wenig Nutzen für sich
Zwei FormateEs gibt interne Informationen, die nicht öffentlich sein dürfenDoppelter Aufwand, doppelte Disziplin
Der Themenplan

Zwei Spuren, ein Versprechen.

01Spur Kunden

Fragen, die Kunden vor dem Kauf stellen. Einblicke in Projekte, Erfahrungen aus der Praxis, Gäste aus der Branche.

02Spur Mitarbeitende

Wie Entscheidungen entstehen, wer hinter welcher Abteilung steckt, was Kollegen an ihrer Arbeit schätzen. Alles, was auch ein Kunde hören darf.

03Die Schnittmenge

Folgen, die beide Gruppen brauchen: Warum macht ihr das so? Wer hier die Haltung erklärt, erreicht beide auf einmal.

Die Planung

In dieser Reihenfolge.

01Hauptzielgruppe festlegen

Eine Gruppe entscheidet über Länge, Tonalität und Themen. Die andere hört mit, bestimmt aber nicht.

02Rote Linien definieren

Was nie in einen öffentlichen Feed gehört: Zahlen vor Veröffentlichung, Personalthemen, laufende Verhandlungen. Das schriftlich festhalten spart später Freigabeschleifen.

03Stimmen aus beiden Welten einplanen

Mindestens jede dritte Folge mit einer Kollegin oder einem Kollegen, der sonst nicht vorne steht. Das hören Kunden und Mitarbeitende gleichermaßen gern.

04Erfolg getrennt messen

Bei Kunden zählen Gespräche, in denen eine Folge erwähnt wird. Intern zählt, ob Folgen weitergeleitet und in Meetings aufgegriffen werden.

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Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Kann ein Unternehmenspodcast Kunden und Mitarbeitende gleichzeitig erreichen?

Ja, wenn eine Gruppe als Hauptzielgruppe festgelegt ist und die Themen so gewählt werden, dass die zweite Gruppe mithören kann. Ohne diese Entscheidung wird der Podcast für beide beliebig.

Wann braucht man zwei getrennte Podcasts?

Wenn interne Informationen vorkommen sollen, die nicht öffentlich sein dürfen. Dann ist ein interner Podcast mit eingeschränktem Zugang die sauberere Lösung.

Wie misst man den Erfolg eines Podcasts für Kunden und Mitarbeitende?

Getrennt: bei Kunden über Erwähnungen in Verkaufsgesprächen und Anfragen, intern über Weiterleitungen und Gespräche, die eine Folge auslöst. Downloads allein sagen wenig.

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Schick mir deine Hauptzielgruppe und drei Folgenideen. Ich sag dir, ob beide Spuren tragen.

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