Für ein tiefgehendes Experteninterview eignen sich offene Fragen in fünf Gruppen: Einstieg, Erfahrung, Kontroverse, Praxis und Ausblick. Zu jeder Frage gehört eine Nachfrage, die nach einem Beispiel, einem Grund oder einer Folge fragt. So bekommst du Geschichten statt Lehrbuchsätze.
Der Einstieg wärmt auf und zeigt dem Hörer, wer da spricht. Drei Minuten reichen.
| Offene Frage | Passende Nachfrage |
|---|---|
| Wie bist du zu diesem Thema gekommen? | Was war der Moment, ab dem es kein Zufall mehr war? |
| Woran arbeitest du gerade, das dich nicht loslässt? | Warum gerade das? |
| Was glauben Menschen über deinen Beruf, das so nicht stimmt? | Woher kommt dieses Bild, glaubst du? |
| Offene Frage | Passende Nachfrage |
|---|---|
| Erzähl von einem Projekt, das anders gelaufen ist als geplant. | Was hast du in dem Moment gedacht? |
| Was weißt du heute, das du am Anfang gern gewusst hättest? | Woran hättest du es damals erkennen können? |
| Wann hast du zuletzt deine Meinung geändert? | Was hat den Ausschlag gegeben? |
Stell Kontroversfragen nie als Angriff. Sie funktionieren, wenn der Gast spürt, dass du ihn verstehen willst. Wie du das Gespräch vorbereitest, steht auf der Seite Podcast-Interview vorbereiten.
| Offene Frage | Passende Nachfrage |
|---|---|
| Wo bist du mit deiner Branche nicht einer Meinung? | Wer widerspricht dir am lautesten, und was sagt er? |
| Welchen Rat hörst du oft und hältst ihn für falsch? | Was wäre der bessere Rat? |
| Was wird in deinem Fach schöngeredet? | Wem nützt das Schönreden? |
| Offene Frage | Passende Nachfrage |
|---|---|
| Wie sieht das an einem ganz normalen Arbeitstag konkret aus? | Was machst du als Erstes, wenn es schiefgeht? |
| Was würdest du jemandem raten, der morgen damit anfängt? | Und was sollte er zuerst lassen? |
| Woran erkennt man, dass es funktioniert? | Wie lange dauert es, bis man es merkt? |
Der Ausblick gibt den Hörern etwas zum Mitnehmen. Die letzte Frage überlässt dem Gast das Schlusswort.
| Offene Frage | Passende Nachfrage |
|---|---|
| Was wird sich in deinem Fach in den nächsten Jahren wirklich ändern? | Und was bleibt, wie es ist? |
| Was soll eine Hörerin morgen anders machen? | Was ist der erste kleine Schritt? |
| Welche Frage stellt dir noch niemand? | Wie würdest du sie selbst beantworten? |
Die Fragen oben passen auf fast jeden Gast. Für Führungskräfte, Techniker und Wissenschaftler gibt es eine eigene Fragensammlung: Podcast-Fragen für Führungskräfte und Fachleute.
| Gast | Mehr Raum geben | Weniger Raum geben |
|---|---|---|
| Führungskräfte | Entscheidungen, Verantwortung, Haltung | Fachdetails, Zahlen, Firmenlob |
| Fachleute | Praxis, Fehler, Erklären für Laien | Allgemeine Branchenmeinung, Prognosen |
Dazwischen wechselst du je nach Gespräch. Der Faden soll sich nicht wie ein Formular anfühlen.
Alle weiteren ergeben sich aus der Antwort. Wer zuhört, braucht keine zweite Liste.
Zehn bis zwölf Fragen für zwanzig Minuten. Drei davon stellst du wahrscheinlich nicht.
„Hörbar Echt!“ zeigt Schritt für Schritt, wie du mit einem eigenen Podcast Menschen bewegst und Kunden gewinnst.
Offene Fragen aus fünf Gruppen: Einstieg, Erfahrung, Kontroverse, Praxis und Ausblick. Sie beginnen mit „Wie“, „Was“ oder „Erzähl“ und lassen sich nicht mit Ja oder Nein beantworten.
Für zwanzig Minuten reichen zehn bis zwölf vorbereitete Fragen. Du stellst nicht alle, weil Nachfragen den Raum füllen.
Nachfragen, die ein Beispiel, einen Grund oder eine Folge erfragen: „Was hast du in dem Moment gedacht?“ oder „Woran hast du es gemerkt?“.
Du behältst die fünf Gruppen und verschiebst das Gewicht: Führungskräfte werden mehr nach Entscheidungen gefragt, Fachleute mehr nach Praxis und Fehlern.
Schick mir zehn Fragen für dein nächstes Interview. Ich sag dir, welche ins Gespräch führen und welche nur abfragen.
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