Wie führt man ein gutes Podcast-Interview mit einem Experten? In sechs Schritten: recherchieren, briefen, offen starten, nachfragen, bis ein Bild entsteht, und mit einer klaren Mitnahme schließen. Gut ist ein Gespräch, wenn Hörer ohne Fachwissen folgen können.
Lies, was dein Gast geschrieben hat. Such die eine Aussage, über die du stolperst. Daraus wird deine beste Frage.
Schick vorab Thema, drei Leitfragen und die Dauer. Sag, dass Fachbegriffe erklärt werden dürfen. Mehr dazu in Podcast-Interview vorbereiten.
Die erste Frage ist leicht und persönlich: „Wie bist du zu diesem Thema gekommen?“
Die erste Antwort ist selten die beste. Frag nach, bis Beispiel oder Bild kommt.
Greif den letzten Satz auf, bevor du das Thema wechselst.
Eine Mitnahme für die Hörer, ein Dank, ein Blick auf die nächste Folge.
Gute Fragen sind kurz und offen. Welche Fragen sich für Experten eignen, steht ausführlich in Podcast-Fragen für Experteninterviews. Hier die Kurzfassung als erfundenes Beispiel zu Cybersicherheit.
| Ziel | Frage | Beispiel |
|---|---|---|
| Einstieg | Persönlich und leicht | „Was war dein erster Fall?“ |
| Kern | Offen, ein Gedanke | „Warum fallen Menschen auf solche Mails herein?“ |
| Vertiefen | Nach Beispiel fragen | „Wie sah das in der Praxis aus?“ |
| Hörerblick | Perspektive wechseln | „Was kann ein Laie heute tun?“ |
Wenn du nichts anderes übst, übe das. Die Antwort wird erst konkret, wenn du dranbleibst.
Gast: „Das ist ein Prozessproblem.“ Du: „Kannst du mir einen Tag aus dem Alltag beschreiben, an dem das passiert?“
Gast: „Wir nutzen ein Zero-Trust-Modell.“ Du: „Sag das bitte so, als würdest du es deiner Mutter erklären.“
„Du hast gerade vom Misstrauen gesprochen. Wie fühlt sich das für Mitarbeiter an?“
Experten fürchten, zu vereinfachen. Hörer fürchten, nichts zu verstehen. Du vermittelst dazwischen.
„Wenn ich dich richtig verstehe: …“ Der Gast korrigiert oder bestätigt. Beides hilft.
Frag nach einem Vergleich aus dem Alltag. Daraus wird der Satz, den Hörer zitieren.
Der Begriff bleibt, wenn er einmal erklärt wird. Das wirkt genau, nicht abgehoben.
Wer nachdenkt, klingt echt. Schneide Pausen nicht bei jedem Atemzug weg.
Mehr dazu auf der Seite Komplexe Fachthemen verständlich erklären.
Du hakst sie ab und hörst nicht zu. Drei Leitfragen reichen.
Gib dem Gast acht Sekunden Stille, bevor du einhakst.
Du bist Stellvertreter der Hörer. Frag, was sie fragen würden.
Wie du die Moderation selbst übst, steht in Wie lernt man professionelle Podcast-Moderation. Zum Podcast von Daniel Friesenecker gelangst du über Podcast „Ehrlich gesagt“, zu seinen Trainings über Trainings.
In sechs Schritten: recherchieren, briefen, mit einer leichten, offenen Frage starten, nachfragen, Übergänge setzen und mit einer klaren Mitnahme schließen. Gut ist das Gespräch, wenn Hörer ohne Fachwissen folgen können.
Bitte im Briefing darum, Fachbegriffe zu erklären. Im Gespräch hilft: nach Beispielen fragen und mit „Wenn ich dich richtig verstehe“ zusammenfassen.
Meist reichen drei Leitfragen. Den Rest ergeben Nachfragen.
Wenn möglich, nimm einen Gedanken auf und frag danach weiter. Notfalls wird geschnitten.
Schick mir deine Leitfragen. Ich sag dir, welche tragen und welche nicht.
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