Podcast-Moderation für Fachleute ohne Medienerfahrung trainieren geht in drei Schritten: die Unsicherheit benennen, in kurzen Übungen an eigenen Themen sprechen und eine echte Aufnahme gemeinsam auswerten. Das Fachwissen ist da. Es fehlt Routine.
Das Konzept ist für Einzelcoaching oder kleine Gruppen gedacht. Jedes Modul endet mit etwas, das du hörst oder siehst.
| Modul | Inhalt | Übungsformat |
|---|---|---|
| 1 Mikrofon-Gewöhnung | Eigene Stimme hören, Abstand, Tempo | Zwei Minuten Probeaufnahme, anhören |
| 2 Briefing und Aufbau | Thema, Ziel, Gast, Ablauf der Folge | Eine Seite Ablauf schreiben |
| 3 Gesprächsführung | Offene Fragen, Nachfragen, Übergänge | Interview in Paaren |
| 4 Verständlich sprechen | Fachbegriffe übersetzen, Bilder finden | Ein Fachbegriff, eine Erklärung ohne Jargon |
| 5 Kamera | Blick, Haltung, Hände (bei Videopodcast) | Kurzclip, Standbild-Check |
| 6 Nachbereitung | Aufnahme auswerten, Feedback geben | Gemeinsames Anhören |
Nach spätestens zwanzig Minuten macht jemand etwas selbst. So arbeite ich auch in meinen anderen Trainings, siehe Formate auf der Trainings-Seite.
Du sprichst, hörst dich an und notierst drei Dinge, die du beim nächsten Mal änderst.
Einer fragt, einer antwortet, einer beobachtet. Dann wechselt ihr.
Du erklärst deinen wichtigsten Fachbegriff einer Person ohne Vorwissen. Die Zeit läuft mit.
Du machst Fehler mit Absicht und sprichst weiter. Das nimmt dem Fehler die Macht.
Diese Sorgen höre ich immer wieder. Jede lässt sich üben.
Das geht fast allen so. Nach einigen Aufnahmen gewöhnst du dich. Die anderen hören sie ohnehin anders.
Ein Ablaufzettel mit drei Leitfragen reicht. Du musst nicht alles im Kopf haben.
Das Modul Fachbegriff übersetzen fängt genau das ab. Frag dich: Würde meine Tante das verstehen?
Schau in die Kamera, wenn du etwas sagst, und zum Gast, wenn du zuhörst. Die Hände dürfen mitsprechen.
Du kannst nachsprechen oder schneiden. Aufnahmen sind kein Livefernsehen.
Drei erfundene Beispiele aus dem Trainingsalltag.
Eine Ingenieurin soll einen Kollegen interviewen. Sie schreibt eine Seite: Thema, drei Leitfragen, ein Satz, den die Hörer mitnehmen sollen. Erst dann wird aufgenommen. Mehr dazu in Podcast-Interview vorbereiten.
Ein Steuerberater antwortet zu lang. Die Fragerin lernt, mit „Kannst du ein Beispiel nennen?“ zu bremsen und mit „Und was heißt das für den Kunden?“ zu vertiefen.
Nach der Aufnahme hören beide drei Minuten an. Jeder nennt eine Sache, die gut war, und eine, die er ändern will. Mehr nicht.
Wer die Module gemacht hat, kann eine echte Folge aufnehmen. Wie ein gutes Gespräch mit Experten abläuft, zeigt Podcast-Interview mit einem Experten führen. Die Grundlagen der Moderation stehen in Wie lernt man professionelle Podcast-Moderation. Daniel Friesenecker podcastet seit 2006, mehr als 1.000 Episoden, und ist seit 2013 Trainer am WIFI Oberösterreich. Mehr zu seinem Podcast auf Podcast „Ehrlich gesagt“. Für ein Gespräch zu deinem Vorhaben: Erstgespräch.
In drei Schritten: Unsicherheiten benennen, in kurzen Übungen mit eigenen Themen sprechen und eine echte Aufnahme gemeinsam auswerten. Module wie Mikrofon-Gewöhnung, Gesprächsführung und Nachbereitung bauen aufeinander auf.
Das hängt von Gruppe und Zielen ab. Ein Tag reicht für Grundlagen, für Routine sind mehrere kurze Einheiten mit eigenen Aufnahmen sinnvoller.
Nein. Ein Mikrofon und ein Aufnahmegerät oder Smartphone reichen für die Übungen.
Ja. Ein eigenes Modul behandelt Blick, Haltung und Hände vor der Kamera.
Erzähl mir, wer moderieren soll und was danach möglich sein muss. Dann entsteht ein Vorschlag.
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